Screendesign
Das Screendesign beinhaltet das
gestalterische Grundkonzept und die
konkrete Ausführung des Designs. Es ist zu gewissen Teilen dem persönlichen Geschmack des Designers unterworfen. Aber eben nur zu gewissen Teilen.
Denn wir befinden uns beim Auftrags-Webdesign nicht im Bereich der freien Kunst, bei dem es Design- oder Innovations-Preise einzuheimsen gilt, sondern in dem der »strategischen Kreativität«. Das bedeutet, dass jede Design-Idee
im Einklang mit dem Unternehmen stehen, auf die
anvisierte Zielgruppe hin ausgerichtet sein muss und die Inhalte möglichst optimal auf diese zugeschnitten sein soll.
Das Screendesign sollte bei der Zielgruppe positiv ankommen (
Positive Anmutung), von dem anderer Web-Auftritte eindeutig unterscheidbar sein (
Differenzierung) und das
Corporate Design wenigstens in Teilen aufgreifen (CI / CD).
Ein wenig überzeichnend und mit einem Schmunzeln: Folgendermaßen bezeichne ich Web-Sites, die jeweils nur eine dieser drei Gestaltungsempfehlungen berücksichtigen:
- »Models«
– nur das positive Äußere zählt für sie.
- »Kreative«
– Hauptsache sie sehen anders aus als die anderen.
- »Strategen«
– das Unternehmen muss sich in Allem widerspiegeln.
Keine dieser drei Design-Philosphien ist für sich falsch, doch
nur zusammen führen sie für mich zu einem Ergebnis, das man »gelungenes Screendesign« nennen kann – but that 's of course my
personal opinion.
Was nützt z.B. das angenehmste Äußere, wenn man optisch nicht von anderen Sites zu unterscheiden ist? Auf der anderen Seite: Was bringt es mir, eine Site zu haben, die sich von allen anderen deutlich unterscheidet, die aber meine Besucher als unübersichlich und unattraktiv empfinden? Und dann noch das: Eine positive Anmutung und eine deutlich Differenzierung können u.U. wirkungslos verpuffen, wenn die Site überhaupt nicht zu dem Bild des Unternehmens passt, das meine Kunden bisher kennen- und schätzen gelernt haben ...
Es empfiehlt sich in jedem Fall, auch das Screendesign bei größeren und langfristig angelegten Web-Projekten einem Vorab-Test zu unterziehen. In diesen sogenannten Usability-Tests sollten frühzeitig
Personen der Zielgruppe befragt und beobachtet werden, wie es ihnen gefällt und wie sie damit zurechtkommen. Vielleicht kann man sogar gleich ein paar
Alternativ-Entwürfe mit in die »Fragschale« werfen. Bei den großen Etats, die heute im Raum stehen, sollte es kein Problem sein, die paar Mücken für einen solchen Test loszueisen.
Auf nachfolgenden Seiten werde ich aus meiner Sicht erläutern, wie man diese
drei Qualitätskriterien im Einzelnen erfüllen kann:
-> Positive Anmutung
-> Differenzierung
-> CI/ CD