Teil 4: Manuelle Änderung von Masken
Beim Picture Publisher kann man seine erstellte Maske auf zwei verschiedenen Wegen manuell verändern, und zwar per ...
Bei beiden muss man sich
selbst mit ruhiger Hand an die Arbeit machen. Dabei kann man beim Picture Publisher sowohl ganze Maskenteile kopieren und verschieben, als auch einzelne Maskenpunkte bearbeiten.
Maske umformen
Bei diesem Werkzeug stehen verschiedene
Methoden zur Verfügung.
Mit der Methode
»Maske kopieren« kann die Maske oder Teile der Maske kopiert und in unmaskierte Bereiche verschoben werden. Der entsprechende Bereich wird über ein aufzuziehendes Rechteck ausgewählt.
Anwendungsbeispiel: Die Kontur einer vorher maskierten Person wird als Maske über andere Bildbereiche gelegt, um z.B einen realistischen Schatten an einer Wand zu erzeugen.
Die Methode
»Maske verschieben« ist mit der vorangegangen insoweit identisch, als dass Teile aus der Maske auf andere Bildbereiche übertragen werden können. Der Unterschied: Gleichzeitig verschwindet der ausgewählte Teil aus der Ursprungsmaske.
Für die beiden letzten Methoden
»Bild kopieren« und
»Bild verschieben« gilt dasselbe wie für die zuvor genannten Maskenmodifikationen.Nur wird der Bildinhalt mit verschoben.
Die Anwendungsmöglichkeiten der Funktion »Maske umformen« sind scheinbar gering. Sie bietet jedoch - gerade was die
nachträgliche Modifikation von Masken betrifft - wirklich unverzichtbare Features an.
Teile der Teddy-Maske können ganz leicht verschoben und auf andere Bildteile angewendet werden.
Maskenpunkte bearbeiten
Dieses Werkzeug habe ich bereits kurz bei der
Freihandmaske angesprochen. Man kann damit
die Kontur einer bestehenden Maske korrigieren oder verfeinern, z.B. die Krümmung einer Kurve oder den Winkel zweier Kanten verändern.
Jede Maske besteht aus mehr oder weniger vielen
Maskenpunkten. Ein Rechteck beispielsweise aus 4, ein Achteck aus 8 usw. Man kann sagen: Hinter jeder auch noch so kleinen Richtungsänderung steckt ein Maskenpunkt, von dem die Änderung ausgeht.
Und jeder dieser Maskenpunkte kann einzeln bearbeitet werden. Die zu Verfügung stehenden Veränderungsmöglichkeiten dürften all denjenigen bereits vertraut sein, die Erfahrung im Umgang mit
vektororientierten Programmen wie CorelDraw haben.
Zunächst wählt man aus, ob man Geradenstücke verändern möchte oder Kurvenzüge. Dies geschieht über die Option
»Methode«.
Entscheidet man sich für
»Linien«, dann stellt die maximal zulässige Verbiegung der Geradenstücke ein. Bei der Methode
»Kurven« deren Weichheit und den maximalen Umfang der Krümmung.
Nach einem
Klick innerhalb der Maske kommen die Maskenpunkte zum Vorschein, die man nun bearbeiten kann. Von links nach rechts in der Kopfleiste stehen dafür folgende Möglichkeiten zur Verfügung:
- Linie bearbeiten: Der markierte Maskenpunkt kann verschoben und damit der Winkel zweier Geraden verändert werden.
- Bezier-Kurven: Der Maskenpunkt stellt bekanntlich auch den Scheitelpunkt einer Kurve dar. Deren Krümmung kann modifiziert werden. Es kann damit beispielsweise auch ein Eck in eine Kurve verwandelt werden.
- Maskenpunkte verschieben: Erklärt sich selbst.
- Maskenpunkt hinzufügen: Benötigt man z.B. um aus einem Viereck ein Fünfeck zu machen. Durch Drücken der Umschalttaste kann man zwischen Punkt setzen und verschieben umherschalten.
- Maskenpunkt löschen: Der umgekehrt Fall, aus einem Fünfeck wird z.B. ein Viereck.
Nicht immer erhält man mit den automatischen Masken befriedigende Ergebnisse, wie am linken Beispiel zu sehen ist. Dann heißt es, die Maskenpunkte selbst zu editieren. Um das rechte Ergebnis zu erhalten, habe ich Maskenpunkte verschoben, neue hinzugefügt und die Maskenkontur per Bezier-Kurven in die Motivkontur gebogen.
Wer mühsam erstellte Objekt konservieren, also auch beim nächsten Öffnen noch zur Verfügung haben möchte, der sollte das Bild im
PP-eigenen Dateiformat »*.ppf« abspeichern. Vorsicht: Bei allen anderen Formaten werden die Objekte unwiderruflich mit dem Bild verschmolzen und stehen beim nächsten Öffnen nicht mehr zur Verfügung!