Teil 3: Objekte umformen
Objekte sind – wie bereits erwähnt –
eigenständige Teile eines Bildes und können demzufolge auch unabhängig vom Basisbild umgeformt bzw. modifiziert werden. Der Picture Publisher bietet hier einige interessante Möglichkeiten.

Durch Klick auf das
Umformen-Werkzeug gelangt man zu den
Umform-Funktionen. Hat man dieses Werkzeug angewählt, dann wird das gerade aktive Objekt in einen Umform-Rahmen gesetzt, über den der Anwender das Objekt je nach Werkzeug-Einstellung umformen kann.
In der Abb. rechts sind mehrere »Anfasser« zu sehen. Über diese wird die Umformung des Objektes per Maus vollzogen. Der
mittlere Anfasser ist für das Rotieren des Objektes zuständig, die
am Rahmen angebrachten für die Umformung der Objekt-Kontur.
Das
Umformen-Werkzeug bietet die folgenden Möglichkeiten:
• Objekte umformen – die Umformmodi
Ist der Buttons ganz links aktiviert, dann kann man das aktuell gewählte Objekte
skalieren
Durch Gedrückhalten der Maustaste und ziehen mit der Maus wird das Objekte beliebig skaliert. Fasst man dabei an den Eck-Anfassern an, dann passiert dies proportional zur Ursprungsform, über die Seiten-Anfasser kann man es dagegen nur vertikal bzw. horizontal stauchen oder strecken.
Weiter kann ein Objekt horizontal oder vertikal
schräg gestellt werden. Dazu muss lediglich der zweite Button von links in der Umformen-Palette aktiviert werden. Den Rest erledigen dann das Auge und die Maus.
Objekte können beliebig schräg gestellt werden. Dazu muss lediglich der rechts unten abgebildete Umform-Button gedrückt sein.
Der dritte Umform-Modus (siehe nachfolgende Abbildung) wird dazu verwendet, Objekten eine
Perspektive zu geben.
Dazu stehen vier Eck-Anfasser zur Verfügung. Die Richtung der perspektivischen Verzerrung ist davon abhängig, in welche Richtung man einen Anfasser zuerst mit gedrückter Maustaste zieht.
So vielversprechend das Ganze klingen mag – leider hat das Ganze aber eine Macke: Korrigiert man
nach dem ersten Ziehen noch nach, (was oft der Fall ist, weil das Ergebnis nicht direkt beim Ziehen angezeigt, sondern erst berechnet wird,) dann verzerrt man nicht mehr den Ausgangszustand des Objektes, sondern gleich den aktuellen Verzerrungs-Zwischenstand.
Schließlich können die Kanten des Umform-Rahmens noch unabhängig voneinander in alle Richtungen gezogen werden. Für das Erzeugen einer Perspektive ist dieser Modus sogar noch etwas geeigneter und vor allem flexibler, als der zuvor genannte.
• Objekte drehen
Objeke können beim Picture Publisher
auf drei unterschiedliche Weisen gedreht werden.

Standardmäßig eingestellt ist die
Drehung im Uhrzeiger- oder Gegenuhrzeigersinn. Anfasspunkt für den Mauszeiger ist der Anfasser in der Objektmitte und gedreht wird »Auge mal Pi«. Auf die gewohnte Drehwinkel-Justierung mittels Umschalttaste, also das Drehen in 30- bzw. 45-Grad-Schritten muss man leider beim PP verzichten. Da sieht man 's wieder: Der PP ist eben kein Vektorgrafikprogramm.
Wer den eigenen Augen nicht traut und sich lieber auf
Zahlenwerte verlässt, der kann die Objektdrehung auch über
»Objekte → Drehen → Beliebiger Winkel...« erledigen lassen. Ich lege aber meine Hand nicht ins Feuer dafür, dass der PP es hier genau nimmt ... (Man wird beim PP mit der Zeit eher mißtrauisch)

Die zweite Drehart ist die
Drehung um die horizontale Achse. Dabei wird das Objekt während der Drehung verzerrt, da es lediglich um eine unsichtbare Horizontale rotiert.
Ärgerlich ist aber auch hier, dass man
nur einen Versuch hat, die richtige Rotation einzustellen. Setzt man ein zweites mal an, dann wird nicht mehr die Ausgangsform rotiert, sondern die erste Zwischenstufe. Da sag ich nur: Wenn man solche Werkzeuge einbaut, dann könnte man es ruhig gleich so erledigen, dass der Anwender auch praktisch damit arbeiten kann. Aber ich motze schon wieder so viel. Kommen wir nun zur dritten Rotations-Art.

Diese funktioniert nach dem selben Prinzip wie die soeben besprochene Rotation um die horizontale Achse, nur dass sich das Ganze
um die vertikale Achse dreht.
Mehr ist zum Thema Drehung eigentlich nicht zu sagen. Generell kann ich den Tipp geben, dass das entsprechende Objekt bei einer Drehung
ausreichend groß sein sollte, sonst werden die Ränder kantig und die Details innerhalb des Objektes gehen verloren. Bei großen Objekten kann das
Antialiasing die Kanten dagegen sauber glätten, ohne dass daraus eine allzu große Unschärfe resultiert.
• Objekte kippen
Objeke können beim Picture Publisher auf einfache Weise
horizontal oder vertikal gespiegelt bzw. gekippt werden. Dies geschieht, indem man die entsprechenden
Kippen-Buttons in der Werkzeugleiste des Umformen-Werkzeuges drückt.
Ganz leicht: Objekte sind beim PP schnell gespiegelt.
• Objekte in Masken einfügen.
Wie fügt man ein
Objekt in eine bestehende Maske ein? So eine Anwendungsfrage kommt durchaus häufiger vor, man denke beispielsweise an einen Löffel, der in einen Becher eingetaucht werden soll. Was sich jedoch vermeintlich kompliziert anhört, ist ganz einfach.
Dieses Objekt soll in die linke Maske eingefügt werden.
Viel gibt es nicht zu erklären. Man braucht eigentlich nur darauf zu achten, dass bei der Checkbox »Maske« das Feld
»In« angekreuzt ist. Schon kann man das Objekt innerhalb der Maske platzieren.
Das war wirklich leicht. Unser Objekt befindet sich innerhalb der Maske.